Hypnose - Anwendung

Zuerst wollen wir uns dem Bewusstsein widmen, um die Anwendung der Hypnose ganz praktisch zu erleichtern. Weiter unten folgen dann einige konkrete Beispiele der Anwendung von Hypnose.


Vorwort

Das menschliche Bewusstsein ist sehr vielfältig. Allein der als "normal" bezeichnete Bewussteinszustand Wach unterliegt sowohl psychisch wie auch somatisch starken Schwankungen. Vergleichen wir Stress mit Zufriedenheit - beide im Wachsein - so fällt auf, dass sich neben der psychischen Komponente vor allem auch körperliche Aspekte stark unterschiedlich verhalten: Bluthochdruck, Tonus (Muskelspannung), Schwitzen und so weiter. Dauerhafter Stress führt in statistisch relevanter Prägung zum Tod - das ist eine sehr intensive Körperreaktion. Auch Sex bedeutet Stress, doch ist dieser spezielle Stress sehr gesund und mit dem typischen Stress nicht zu vergleichen.

Die Entspannung stellt in einigen Aspekten das genaue Gegenteil von Stress dar. Dabei ist es völlig egal, von welcher Form des Stresses wir uns der Entspannung zuwenden: der Atem wird ruhig, die Muskeln lockern sich, die Augen sind leicht geschlossen. Wir sehen also am Beispiel Stress/Entspannung, dass selbst innerhalb eines Bewusstseinszustandes die Unterschiede immens sein können.

Bewusstseinsformen

Leider werden wir im Laufe unserer Betrachtungen nicht ohne Vereinfachungen auskommen. Diese sollen der Veranschaulichung dienen und widersprechen nur in einem sehr strengem Sinne manch wissenschaftlichem Fakt. Die erste Vereinfachung ist ein idealer Startpunkt, um den Weg in eine hypnotische Trance zu beschreiben. Sie besagt, dass sich das Bewusstsein grob in drei Zustände unterteilen lässt:

• Wach
• Schlaf
• Trance

Wach
Das Wachsein ist uns wohlbekannt. Es ist geprägt von Aktivität, Interaktion mit der Außenwelt und einer grundsätzlich nach außen gerichteten Wahrnehmung. Der Kreislauf hält den Körper dabei in einem Spannungszustand, der in jedem Moment auch plötzliche Aktivität zulässt. Freilich sind die Unterschiede zwischen z.B. entspanntem und gestresstem Wachsein sehr hoch.

Schlaf
Der Schlaf ist die Ruhephase von Geist und Körper - und ist es doch nicht. Im Schlaf ruhen unsere inneren Prozesse keineswegs, so gibt es z.B. die Theorie von Michel Jouvet, dass die täglichen äußeren Einflüsse auf unsere genetischen Vorgaben in der Traumphase relativiert werden, so dass sich unser genetisches Programm quasi als roter Faden erhält. Die Lösung von kniffligen Problemen während des Traums ist hinlänglich bekannt (z.B. die Entdeckung der Ringstruktur des Benzols durch August Kekulé).

Trance
Die eigentliche Ruhephase ist die Trance. Sicherlich existieren viele "anstrengende" Trancen, die grob sortiert unter dem Begriff "Extase" zusammengefasst werden können. Die Trance kann folgendermaßen beschrieben werden: Sind die Sinne im Wachsein nach außen gerichtet, sind sie im Schlaf einem automatischen Programm unterworfen, so ist die Trance der bewusste, vom Willen gesteuerte Blick nach innen. Hypnose und Trance werden der Einfachheit halber - und weil es für unsere Zwecke eine haltbare Vereinfachung ist - synonym verwendet.

Nun existiert eine weitere Unterscheidung von Bewusstsein. Dies sind jedoch nicht die Zustände, sondern die Bewusstseins-Ebenen und stellen sich folgendermaßen dar:

• bewusst
• vorbewusst
• unbewusst

bewusst
Die bewusste Wahrnehmung ist sowhl die geläufigste, als auch die geringste Wahrnehmung. Wirklich konzentrieren kann sich der Mensch nur auf eine Sache (die allerdings auch eine Vernetzung sein kann, z.B. die Übersicht im Straßenverkehr). Blickst Du in eine Landschaft hinein, nimmst Du vielleicht den Berg im Hintergrund und das saftige Grün davor bewusst wahr, nicht aber die Sonne, die doch sehr offensichtlich am Himmel steht. Die Sonne ist so selbstverständlich, dass es nicht nötig ist, sie ständig im Bewusstsein zu haben. Ebenso verhät es sich z.B. mit der Atmung.

vorbewusst
Solange Du nicht an Deine Atmung denkst (die trotzdem in jeder Sekunde spürbar vorhanden ist), liegt sie im Vorbewussten. Vorbewusst ist sie deshalb, weil sie von dort sehr leicht ins Bewusstsein hervor zu holen ist. Dieser Ort, an dem die Dinge liegen, die wir zwar aktuell nicht wahrnehmen, uns aber sehr einfach heranholen können, ist das Vorbewusste.

unbewusst
Der mit Abstand größte Teil unseres psychischen Seins spielt sich im Unbewussten ab. Deine Nierenfunktion, die ebenso mit Deinen neuronalen Prozessen verbunden ist, wie auch eine tief verdrängte Erinnerung oder das Entstehen eines plötzlichen Reflexes, liegen im Unbewussten. Diese Prozesse usw. sind nicht so einfach ins Bewusstsein zu rufen. Wir begegnen einigen davon im Traum. Oder in einer zielgenauen hypnotischen Trance - dort können sie bearbeitet werden.

Die vorbewussten und unbewussten Anteile werden umgangssprachlich meist als das sogenannte "Unterbewusstsein" beschrieben. Der Einfachheit halber wirst Du auch auf diesen Seiten gelegentlich dem Unterbewusstsein begegnen - wissenschaftlich korrekt ist diese Bezeichnung jedoch nicht.


Ausprobieren

Bevor wir zu den konkreten Beispielen der Anwendung von Hypnose kommen, sei hier die Anwendung der oben genannten Aspekte zum leichteren Zugang in eine hypnotische Trance aufgezeigt. So hast Du einen großen Vorteil, sollte es tatsächlich zur Ersthypnose kommen: Du hast einen Blick auf die Landkarte gewagt und siehst den Weg, der gegangen wird.

Der Weg in die hypnotische Trance ist gleichbedeutend mit einem Weg nach Innen. Dies beginnt in der Regel damit, dass eine Fokussierung vorgenommen wird, die dazu führt, dass störende Gedanken und sonstige Ablenkungen aus dem Wahrnehmungsbereich Deines Bewusstseins verschwinden. So kannst Du Dich auf eine Kerze konzentrieren, auf einen wiederkehrenden Ton (z.B. ein Metronom), auf Deinen Atem, auf ein glitzerndes Gewässer oder einen realen oder imaginären Punkt an der Wand Dir gegenüber - der Phantasie sind hier kaum Grenzen gesetzt, solange durch die Natur des fokussierten Objekts weder Stress noch Aktivität ausgelöst werden.

Durch die Fokussierung werden die Sinne darauf eingependelt, nicht viele Dinge parallel und oberflächlich wahrzunehmen (wie es im "normalen" Wachzustand der Fall ist). Es werden nur wenige Dinge gleichzeitig, dafür aber intensiv wahrgenommen - je intensiver, desto weniger. So gesellt sich zur Wahrnehmung des fokussierten Objekts z.B. die Wahrnehmung des eigenen Körpers hinzu: Atem, Körperschwere, Körperwärme. Diese Melange führt ganz automatisch in eine immer tiefer werdende Entspannung.

Hier kannst Du nun üben. Sitze bequem und folge mit den Augen dem Pendel. Atme dabei möglichst bewusst, auch wenn dies zu Beginn etwas Anstrengung/Konzentration erfordert. Wenn Du dies gut eingeübt hast, kannst Du Dir ein angenehmes Wort wie "Schwere" oder "Ruhe" überlegen. Lasse dieses Wort nun jedesmal in Deinen Gedanken erscheinen, wenn das Pendel die Ruheposition (die gestrichelte Linie) durchläuft. Nimmst Du zwei Worte, wie z.B. "sehr gut", kannst Du jeweils eines der Worte am linken und eines am rechten Zenit der Pendebewegung verankern.


Anwendungen

An dieser Stelle seien nun einige konkrete Beispiele der Anwendung genannt:



Motivation - am Beispiel Leistungssport
Ein Leistungssportler empfindet den Druck im Stadion als belastend. Alle Blicke sind gebannt, Fehler verboten! Es entsteht eine Angst vor dem Fehler und dann ist seine Leistung dementsprechend schwach. Schritt für Schritt sinken Motivation und Erfolg. An einem solchen Punkt ist Hypnose sehr wirkungsvoll, um Wille, Zuversicht und Leistung wieder zu einer Einheit zu formen. Im Profisport ist Hypnose längst kein Fremdwort mehr.

Entspannung - am Beispiel Schlafprobleme
Stress führt häufig zu akuten und chronischen Schlafproblemen. Der resultierende Mangel an Schlaf (bzw. Tiefschlaf) steigert die Unruhe und einen Mangel an psychischer und physischer Robustheit. Durch eine fachgerechte Hypnose wird nicht nur das Symptom (Unruhe, Stress) entspannt, sondern der daraus resultierende Teufelskreis gleich mit. SMS einer Klientin: "Ich nutze regelmäßig eine App, die meine Bewegungen im Schlaf analysiert. Im Normalfall liegt mein Tiefschlafanteil zwischen 40-60% pro Nacht. In der Nacht deiner Hypnoseaufnahme waren es 70% :)"

Erinnerungen - am Beispiel Passwort vergessen
Wer kennt das nicht? Ein Passwort, eine Telefon- oder Hausnummer, der Speicherort eines wichtigen Datensatzes... verschwindet irgendwo im Unbewussten. Eine Suche kann gefühlte Jahrhunderte dauern. Solcherlei Erinnerungen zurück zu holen ist eine der leichten Übungen der Hypnose und kann (wenn das Vergessen kein Symptom einer tiefer sitzenden Ursache ist) in der Kaffeepause erledigt werden. Das Passwort ist wieder da, der ärgerliche Rattenschwanz ist gebannt.

Ängste entwaffnen - am Beispiel Prüfungsangst
In unserer auf bescheinigte und abrufbare Leistung getrimmten Gesellschaft, sind Prüfungsängste eine sehr häufige Form der irrationalen Angst. Obwohl der Stoff "sitzt", die Prüfung also schaffbar ist, scheitern viele Prüflinge an sich selbst. Die fachlich sicher und individuell angepasste Hypnose ist in den meisten Fällen in der Lage, diese Angst in nur wenigen Sitzungen in eine dauerhafte Motivation umzudeuten. Auch die akute Angst vor einer direkt bevorstehenden Prüfung kann durch Hypnose deutlich abgeschwächt werden. Prüfung bestanden!

Persönlichkeit fördern - am Beispiel Sicherer Vortrag
Eine unsichere Rede ist eine Qual für alle Beteiligten. Doch die besten Redner haben schon schlechte Reden gehalten, und auch die unsichersten Redner können mehr! Es existiert im Grunde keine Unsicherheit, sondern ein Vakuum: ein Mangel an Sicherheit. Und wo Sicherheit fehlt, da lässt sich auf einfachem Wege Schritt für Schritt Sicherheit erlangen. Bei mir sind Sie in besten Händen, denn ein Kernpunkt meiner Arbeit ist seit vielen Jahren die freie Rede.

Schmerz reduzieren - am Beispiel Regelschmerzen
Wenngleich es sich bei den Regelschmerzen um einen natürlichen Prozess handelt, nicht um einen körperlichen Schaden, können diese Schmerzen hinderlich bis quälend sein. Mit einfachen Methoden können in der hypnotischen Trance Anker gesetzt werden, welche die Klientin im Falle akuter Schmerzen abrufen kann. Starke Schmerzen werden hierdurch leichter erträglich gemacht, unangenehmes Ziehen und Stechen lässt sich fast vollständig aus dem Alltag verbannen. Das Wirkprinzip ist mit dem Pusten bei Schmerzen eines Kindes eng verwandt.

Selbsterfahrung - am Beispiel Liebe
Die Liebe ist so leicht. Die Liebe ist so schwer. Die Liebe macht glücklich. Die Liebe tut weh. So kann man sicherlich behaupten, dass es die Liebe ist, die am tiefsten in der Psyche gräbt. Und schön ist es, wenn sie dort einen Samen hinterlässt, aus dem ein Pflänzchen wächst, das sich eines Tages zum fest verwurzelten Baum entwickelt. Und doch kann sie auch ein Biest sein, ein gefräßiges Raubtier. Sind wir ihr hilflos ausgeliefert, wenn sie doch so unglaublich stark ist und so tief in unsere Gefühle greift? Nein, das sind wir mitnichten. Ein weiterführender Artikel zum Thema liegt hinter ⤙ diesem Link ⤚bereit.

Halbseriöse Anwendungsgebiete
Folgende Anwendungen sind methodisch gesichert und in ihrer Wirkung nachprüfbar. Sie bewegen sich jedoch in Räumen voller Vorurteilen, Missverständnissen und Schamgefühl. Du solltest also vorher gut überlegen, ob Du nun weiter gehen möchtest. Denn bist Du einmal durch das Tor getreten, so gibt es kein Zurück.
Aufklappen?

Auf eigene Gefahr!

♥ erotische Hypnose ♥



Die hypnotische Trance stimuliert Körper und Geist auf eine sehr wirkungsvolle Weise. Der Blick führt nach Innen: Instinkt, Intuition, Phantasie und Körpergefühl. Die Sinnlichkeit ist gezielt anspielbar, so auch das sinnliche Miteinander einer gelebten Sexualität. Berührungen dringen tiefer, das eigene Erleben erweitert Spektrum und Intensität. Sicher und selbstbestimmt eröffnen sich neune Horizonte voller Lust und Leidenschaft.

Tiefer vordringen in die warmen Gemächer darfst Du hinter ⤙ diesem Link ⤚.

∞ Außersinnliches ∞



Der Ursprung. Das Leben. Die Zeit. Vieles lässt sich weder mit Technik noch mit unserem Verstand erklären. Können Sinne, wenn sie geschärft sind, mehr sehen? Wie weit schwenkt der Focus dabei in Phantasie und Halluzination? Hier wird die Spannung der Grenzbereiche ausgelotet.

Einen tieferen Blick in den Höllenschlund findest Du hinter ⤙ diesem Link ⤚.