Was ist Hypnose?


Die Hypnose ist ein natürlicher Zustand, dessen Oberfläche wir alle bestens kennen. Eine meditative Trance fällt ebenso unter den Sammelbegriff "Hypnose", wie auch die gedankenlose Entspannung beim Blick auf ein glitzerndes Gewässer. Auch die rauschhafte Fokussierung beim Sport (z.B. Dribbling) darf hier genannt werden. Hypnose beschreibt also kein exotisches Phänomen, sondern einen alltäglichen und natürlichen Zustand. Während die Ablenkungen äußerer Einflüsse (Wachsein) in der Hypnose auf ein Minimum reduziert sind, ist die Selbstwahrnehmumg deutlich gesteigert. Instinkt, Intuition, Körpergefühl... das Unbewusste übernimmt die Führung, während das Bewusstsein in die Rolle des Beobachters schlüpft.


Durch eine gezielte Anwendung kann dieser Bewusstseinszustand natürlich in hohem Maße intensiviert bzw. vertieft werden. Eine wirkungsvolle Entspannungs-Meditation entspricht einer leichten Hypnose. Eine hypnotische Trance mittlerer Tiefe führt in die Tiefenebenen des Unbewussten, in denen auch die Träume "zuhause" sind. In dieser Hypnosetiefe befindet sich der Körper meist schon in einem Schlafzustand, der bei manchen Menschen sogar das Schnarchen beinhaltet (daher auch der "falsche" Begriff Hypnose - abgeleitet von Hypnos, dem griechischen Gott des Schlafs). Im Gegensatz zum Schlaf ist der Hypnotisand in diesem Zustand weiterhin ansprechbar und zur Kommunikation fähig. Die tiefe Trance kommt dem sogenannten Slow-Wave-Schlaf (traumloser Tiefschlaf) sehr nahe. Hier ist der Mensch so tief in sich selbst versunken, dass auch Suggestionen nicht mehr zu ihm durchdringen.

Die Hypnose-Induktion stellt einen Weg in die Entspannung dar. Geistige Entspannung, Muskel- und Organentspannung und eine tiefe Beruhigung des Nervensystems gehen dabei Hand in Hand. Um eine Hypnose auszulösen nutzte ich genau diesen Zusammenhang zwischen Körper, Geist und Entspannung. Der Weg geht in der Regel von der rein körperlichen Entspannung (bequem, Muskelentspannung, ruhiger Atem) über ein verbindendes Element hin zu den psychischen Prozessen: Imagination, Zeitloigkeit, direkter Zugriff auf das Neuronale Netz. Das System, das ich dabei bediene, lässt sich wiefolgt darstellen:

• Persönlichkeit und Fragestellung des Klienten (Rapport)
• Körperfunktionen und Meditation (Relaxation)
• Wahrnehmung, Kommunikation und Neuronales Netz (Anwendung)

Hypnose und Hirnwellen (ausklappen)

Die Körperentspannung geht grundsätzlich mit der Entspannung des Nervensystems einher. Diese Entspannung wiederum drückt sich in Form der Frequenzen unserer Hirnwellen aus. Enstpannung ist hierbei nicht mit Inaktivität zu verwechseln. Folgende Liste zeigt eine Übersicht über die Hirnfrequenzen in Verbindung mit den jeweiligen Entspannungszuständen:

• Gamma (38 bis 70 Hertz)
höchste Konzentration, intensiver Informationsfluss


• Beta (13 bis 38 Hertz)
"normales" Wachsein, von Hektik (hohe Frequenz) bis zur aufmerksamen Entspannung (niedrige Frequenz)


• Alpha (8 bis 13 Hertz)
leichte Entspannung, Blick nach Innen, Hypnose-Induktion


• Theta (4 bis 8 Hertz)
Tagtraum, Meditation, leichte bis mittlere Hypnose


• Delta (0,5 bis 4 Hertz)
Slow-Wave-Schlaf (traumloser Schlaf), tiefe Trance


Wir sehen hier ganz deutlich die Verbindung zwischen der Geschwindigkeit (Frequenz) der Hirnwellen und der Entspannung von Körper und Geist. Je tiefer die Entspannung, desto langsamer ist die Frequenz der Hirnwellen.


Fremdhypnose


Unter Fremdhypnose versteht man das sogenannte "hypnotisiert werden". Eine außenstehende Person leitet die Trance ein, steuert die Tiefe, führt wieder heraus und gibt in der Trance auf Wunsch gezielte Suggestionen. Üblich ist die Induktion (Einleitung) einer Hypnose durch die sogenannte Verbalsuggestion. Insofern sie individuell angepasst wurde, ist diese Methode sehr wirkungsvoll und führt sowohl sanft wie auch zielgerichtet in den erwünschten Zustand. Auf plötzliches Umschalten der Wahrnehmung ausgelegt sind interessante Techniken zur Schnell- und Blitzhypnose (siehe Video). Sie ergeben die eindrucksvollen Effekte der Showhypnose, im Coaching werden sie jedoch selten angewandt. Trotz der Begleitung von außen ist der Hypnotisand auch bei der Fremdhypnose in der Lage zu agieren, zu reagieren und auf eigenen Wunsch die hypnotische Trance selbstständig zu beenden.

Selbsthypnose


Eine Fremdhypnose ist im Grunde eine begleitete Hypnose. Selbsthypnose bedeutet, diesen Weg ohne Begleitung zu gehen. Meditation führt sehr oft in den Zustand einer leichten Hypnose. Die Fokussierung auf sich selbst (z.B. der Atem und die Körperschwere) und die daraus folgende Wahrnehmung des Körpers sind hierbei erste Schritte. Wie auch in der Fremdhypnose sind diverse Charaktermerkmale, Bereitschaftspotentiale sowie äußere Umstände dafür entscheidend, wie leicht oder schwer die Selbsthypnose gelingt. Unter fachlich fundierter Anleitung sind die Techniken zur Selbsthypnose leicht und langfristig erlernbar (siehe Video).

Anwendungen


Fähigkeiten - am Beispiel Leistungssport
Ein Fussballer ist Linksfuß. Seinen 100 Prozent Leistung im linken Fuß stehen 40 Prozent Leistung im rechten Fuß gegenüber. Durch gezielte Hypnose-Behandlung im Mentalen Training kann die Leistung des rechten Fußes auf bis zu 90 Prozent erhöht werden.

Entspannung - am Beispiel Schlafprobleme
Stress führt häufig zu akuten und chronischen Schlafproblemen. Der resultierende Mangel an Schlaf (bzw. Tiefschlaf) steigert die Unruhe sowie daraus resultierende psychosomatische Probleme. Durch eine fachgerechte Hypnose wird nicht nur das Symptom (Unruhe, Stress) entspannt, sondern der daraus resultierende Teufelskreis gleich mit. Hier ist auch das der Hypnoseforschung entnommene Autogene Training sowie die Muskelrelaxation empfohlen.

Erinnerungen - am Beispiel Passwort vergessen
Wer kennt das nicht? Ein Passwort, eine Telefon- oder Hausnummer, der Speicherort eines wichtigen Datensatzes... verschwindet irgendwo im Unbewussten. Solcherlei Erinnerungen zurück zu holen ist eine der leichten Übungen der Hypnose und kann (wenn das Vergessen kein Symptom einer tiefer sitzenden Ursache ist) in der Kaffeepause erledigt werden.

Ängste entwaffnen - am Beispiel Prüfungsangst
In unserer auf Leistung getrimmten Gesellschaft, sind Prüfungsängste eine sehr häufige Form der irrationalen Angst. Obwohl der Stoff "sitzt", die Prüfung also schaffbar ist, scheitern viele Prüflinge an Nervösität, Fahrigkeit und Blackouts. Die individuell angepasste Hypnose ist dazu in der Lage, diese Angst-Prägung in nur wenigen Sitzungen aufzulösen.

Schmerz reduzieren - am Beispiel Regelschmerzen
Wenngleich es sich bei den Regelschmerzen um einen natürlichen Prozess handelt, können diese Schmerzen hinderlich bis quälend sein. Mit einfachen Methoden können in der hypnotischen Trance Anker gesetzt werden, welche die Klientin im Falle akuter Schmerzen abrufen kann. Starke Schmerzen werden hierdurch leichter erträglich gemacht, unangenehmes Ziehen und Stechen lässt sich fast vollständig aus dem Alltag verbannen. Das Wirkprinzip ist mit dem Pusten bei Schmerzen eines Kindes (s.o.) eng verwandt.

Persönlichkeit fördern - am Beispiel Sicherer Vortrag
Eine unsichere Rede ist eine Qual für alle Beteiligten. Doch die besten Redner haben schon schlechte Reden gehalten, und auch die unsichersten Redner können mehr! Die Hypnose ist ein wirkungsvolles Werkzeug, diese beängstigenden Situationen von der Angst zu befreien, so dass die Motivation das entstandene Vakuum füllen kann.

Selbsterfahrung - am Beispiel Autogenes Training
Das Autogene Training ist eine Sonderform der Hypnose, die eine tiefe körperliche Entspannung erreichen soll. Hierbei wird der Körper in methodischen Schritten (Ruhe, Muskeltonus, Durchblutung, Solarplexus...) in einen tiefen Zustand der Entspannung geführt. Die schnelle und nachhaltige Wirkung dieser Methode ist sowohl dem gestressten Manager, der überlasteten Mutter, als auch dem Leistungssportler sehr zu empfehlen.


Mein Angebot für Sie:

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